Nun, einige mögen sich fragen was Tätowierungen denn mit Literatur zu tun haben sollen. Tätowierungen erfreuen sich heutzutage immer größerer Beliebtheit and proportional zu ihrem Auftreten, wächst auch ihre Akzeptanz in der (nichttätowierten) Bevölkerung. Indes muß die Literatur diesem gesellschaftlichen Wandel Rechnung tragen - zumindest ist es mein Unterfangen dies herauszufinden. Wird der tätowierte Mensch per se in heutigen zeitgenössischen Texten anders dargestellt als in früheren Werken der Literatur (Herman Melvilles Moby Dick kann hierbei als eine Ausnahme angesehen werden)? Oder liege ich etwa völlig daneben, wenn ich davon ausgehe, dass die meisten tätowierten Charaktere in der Literatur wohl eher der Kategorie 'Bösewicht' zugeschlagen werden können oder dass sie sich zumindest am Rande der Gesellschaft wiederfinden, weil sie gewalttätig, ungebildet, kriminell, unmoralisch, schmutzig, usw sind? Daher ließe sich durchaus auch eine gesellschaftliche Komponente entdecken und Ihr seid herzlichst eingeladen Eure Ideen zu äußern hinsichtlich der Gründe aus denen sich Menschen tätowieren lassen. Was ist ihre psychologische Motivation?
Welche Bücher fallen Euch hierzu ein? Wie werden die Charaktere darin beschrieben? Für den Fall, dass Ihr mehr als nur ein Buch mit Tätowierten kennt, wäre es interessant zu vergleichen in welcher Hinsicht - wenn überhaupt - sich die Beschreibung der betreffenden Charaktere von Buch zu Buch unterscheidet. Werden durch sie allgemein verbreitete Stereotypen und Vorurteile bestätigt oder eher erst geschaffen?
Übrigens, mit Büchern meine ich nicht nur dicke Wälzer, und schwere Volianten, sondern auch Theaterstücke, Drehbücher oder auch Groschenhefte.